Archive for the 'Technik' Category

NiMH-Akkus mit neuer Technologie: LSD-NiMH

Normale NiMH-Akkulumatoren entladen sich sehr schnell. Wenn man sie ein Jahr im Schrank liegen hatte, muss man sie Laden bevor man sie benutzen kann. Im Neuzustand verlieren sie innerhalb eines Monats bis zur Hälfte ihrer Kapazität. Eine Weile in benutzt kann es auch sein, dass sie bereits nach einer Woche nur noch die Hälfte ihrer Kapazität enthalten. Das ist inakzeptabel und deshalb haben drei Akkuhersteller Akkus entwickelt, die sich nur ca. 15 % innerhalb eines Jahres entladen! LSD-NiMH-Akkus (low self-discharge). Das ist ein enormer Fortschritt! Die Akkus können deshalb geladen ausgeliefert werden. Sie sind teurer, haben etwas weniger Kapazität als normale NiMH-Akkus, aber dafür eine optimierte Ladekurve, so dass sie möglichst lange ausreichend Spannung und Strom zur Verfügung stellen. Die Originalhersteller und ihre Akkus heißen: GP Batteries mit ReCyko, Sanyo mit eneloop und VARTA Consumer Batteries mit Ready2Use. Über LSD-NiMH habe ich durch Zufall bei Wikipedia gelesen: http://de.wikipedia.org/wiki/NiMH-Akkumulator_mit_geringer_Selbstentladung

Warum haben moderne Windräder 3 Rotorblätter?

Man kann sich leicht Windkraftanlagen vorstellen, die mehr als 3 Rotorblätter besitzen und früher hat man sie auch noch häufiger gesehen. Windmühlen haben meist 4 Flügel, aber es gibt sie auch mit 5, 6 oder 8 Flügeln.

Für 3 Rotorblätter sprechen allerdings folgende Argumente:

  • einfachere mathematische Beschreibbarkeit, da sich die Strömungen um die Rotorblätter nicht gegenseitig beeinflussen
  • die Anzahl der Rotorblätter ist nicht direkt proportional zum Energieertrag
  • schwingungstechnisch leichter zu beherrschen: Beim Vorbeilaufen eines Rotoblatts am Aufstellungsmast wirkt eine geringere Windkraft auf das Rotorblatt. Das führt insbesondere bei gegenüberliegend angeordneten Rotorblättern zu einer Belastung der Rotorachse. Bei 3 Rotorblättern wird dieser Effekt vermindet.
Offenbar gibt es ein Optimum der Anzahl der Rotorblätter bei 3. Warum das so sein muss, kann man sich mit den letzten beiden Punkten ganz gut vorstellen. Eine Erhöhung der Anzahl der Rotorblätter geht zu Lasten des Verhältnisses von Materialeinsatz zu Energieertrag und die ungerade Anzahl von 3 Rotorblätter führt einem ausgewogeneren Kräfteverhältnisse in der Rotorachse im Gegensatz zu einer Anzahl von 1 oder 2 Blättern.

Heizkörper bleibt kalt

Wenn ein Heizkörper kalt bleibt, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Heizkörper ist mit Luft gefüllt (entlüften)
  • Heizkessel hat nicht aufgeheizt (Heizung reparieren)
  • Druck im System reicht nicht (Wasser nachfüllen)
  • Pumpe läuft nicht (Pumpe reparieren)
  • Vor- oder Rücklaufventil des Heizkörpers ist geschlossen (öffnen)
  • Ventil klemmt (Thermostat abschrauben; das Ventil ist, wenn es funktioniert, nach Abschrauben des Thermostats geöffnet, d. h. der kleine Stift ist draußen; man kann ihn drücken und so seine Funktion prüfen; er sollte nicht klemmen; falls es klemmt, kann ein Tropfen Öl helfen)
Das sind die gängigen Fehler und in Klammer immer eine kurze Idee, wie man sie behebt. Einen weiteren Fehler habe ich neulich kennengelernt.
  • Fehler: Ventil ist zugesetzt, weil der Heizkörper eher selten benutzt wird
  • Behebung: Man muss die Voreinstellung des Durchflusses erhöhen. Dazu schraubt man das Thermostat ab und dreht an der Schraube, die direkt nach dem Stift kommt. Achtung: nicht mit der großen Schraube das Ventil herausschrauben. Es handelt sich um einen kleinen Ring auf dem Zahlen stehen (z. B. von 0 – 8). Diese Schraube dient der Voreinstellung des Durchflusses. An meinen Heizkörperventilen erhöht ein Drehen in Uhrzeigerrichtung den Durchfluss. Man darf sich nicht täuschen lassen, dass bei einem zugesetzten Ventil auch ein Drehen im Gegenuhrzeigersinn den Durchfluss kurzfristig erhöht, indem überhaupt wieder etwas fließt. Man wird deutlich am Rauschen hören, ob und wieviel Wasser durch den Heizkörper fließt.

Leonardo-Brücke

1483 entwarf Leonardo da Vinci eine transportable Brücke für militärische Zwecke. Das Prinzip ist genial und simpel. Mein Model dieser Brücke besteht nur aus gleichen Teilen, die ich auf 100 mm Länge zugeschnitten habe. Den Zusammenbau kann man aus den Bildern leicht erkennen und nachbauen. Man braucht allerdings Geschick und eine ruhig Hand. Auf dem letzten Bild sieht man den Versuch eine riesige Brücke aus zwei großen Brücken zusammenzufügen. Dabei musste ich mich aber der Physik geschlagen geben. Sobald Enden der Brücke fast 90 ° steil sind, reichen das Eigenwicht und der Druck nicht mehr um die Brücke zusammenzuhalten.

Mobiles Internet: EDGE

GPRS ermöglicht den Internetzugang aus dem normalen GSM-Handynetz. Mit der Technik EDGE wird der mögliche Datendurchsatz im normalen Handynetz ungefähr vervierfacht (max. 220 kbit/s statt 55,6 kbit/s bei GPRS). EDGE wird noch lange Zeit die Alternative für UMTS in Gebieten sein, wo sich ein Ausbau des UMTS-Netzes nicht lohnt. T-Mobile hat konsequent sein gesamtes Netz um EDGE erweitert und den Ausbau im Frühjahr 2008 abgeschlossen. Vodafone hat alle Großstädte und Gebiete mit UMTS-Netz beim Ausbau von EDGE ausgelassen. Diese Entscheidung wurde gekippt und Vodafone baut nun auch EDGE in den Großstädten aus. Ich vermute das EDGE noch längere Zeit eine wichtige Rolle spielen wird, bis UMTS flächendeckend verfügbar ist, falls das überhaupt je der Fall sein wird. Ich überlege mir zu meinem neuen Laptop eine GPRS/EDGE Internetflatrate von 1&1 für das Vodafone-Netz zu holen. Sie kostet 9,99 € pro Monat. Man bekommt 50 € erlassen. Bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten ergibt das einen Preis von knapp 8 € pro Monat für langsames Internet überall. Diesen Artikel schreibe ich an der TU sitzend, während das Internet per WLAN immer wieder zusammenbricht. Ich werde berichten, ob GPRS Abhilfe bringt oder ob die Geschwindigkeit einfach zu langsam ist. Bisher hat in Berlin das Vodafonenetz nur in Mitte EDGE und nicht im Bereich der Universität. Ich setze aber darauf, dass sich das im Laufe des nächsten Jahres ändern wird.