Warum haben moderne Windräder 3 Rotorblätter?

Man kann sich leicht Windkraftanlagen vorstellen, die mehr als 3 Rotorblätter besitzen und früher hat man sie auch noch häufiger gesehen. Windmühlen haben meist 4 Flügel, aber es gibt sie auch mit 5, 6 oder 8 Flügeln.

Für 3 Rotorblätter sprechen allerdings folgende Argumente:

  • einfachere mathematische Beschreibbarkeit, da sich die Strömungen um die Rotorblätter nicht gegenseitig beeinflussen
  • die Anzahl der Rotorblätter ist nicht direkt proportional zum Energieertrag
  • schwingungstechnisch leichter zu beherrschen: Beim Vorbeilaufen eines Rotoblatts am Aufstellungsmast wirkt eine geringere Windkraft auf das Rotorblatt. Das führt insbesondere bei gegenüberliegend angeordneten Rotorblättern zu einer Belastung der Rotorachse. Bei 3 Rotorblättern wird dieser Effekt vermindet.
Offenbar gibt es ein Optimum der Anzahl der Rotorblätter bei 3. Warum das so sein muss, kann man sich mit den letzten beiden Punkten ganz gut vorstellen. Eine Erhöhung der Anzahl der Rotorblätter geht zu Lasten des Verhältnisses von Materialeinsatz zu Energieertrag und die ungerade Anzahl von 3 Rotorblätter führt einem ausgewogeneren Kräfteverhältnisse in der Rotorachse im Gegensatz zu einer Anzahl von 1 oder 2 Blättern.

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